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23. April 2026

Kommissar Schmeißfliege – Insekten als Ermittlungswerkzeug in der Kriminologie

Das Museum am Schölerberg lädt im Rahmen der Sonderausstellung „Facettenreiche Insekten – Vielfalt | Gefährdung | Schutz“ am Donnerstag, 7. Mai, um 19.30 Uhr zu dem Vortrag „Kommissar Schmeißfliege – Insekten als wichtiges Ermittlungswerkzeug in der Kriminologie“ von Prof. Dr. Jens Amendt ein.

Insekten stellen die artenreichste Tierklasse dar und haben eine Vielzahl von Lebensräumen erobert – so spielen sie auch eine wichtige Rolle beim Abbau toter organischer Substanz. Dazu zählt auch der Leichnam eines Menschen oder der Kadaver eines Tieres, die beide von zahlreichen Insektenarten als Lebensraum und Nahrungsquelle genutzt werden.

Die forensische Insektenkunde versucht sich dies zu Nutzen zu machen – sie will der Polizei Fragen beantworten, die für deren Ermittlungen wichtig sind:  Seit wann ist das Mordopfer tot? Lag sein Leichnam die ganze Zeit in diesem Wald oder war er zuvor ein paar Tage in einer Wohnung? Hat der Tote zu Lebzeiten Drogen konsumiert? Der Vortrag erläutert anschaulich die wissenschaftlichen Methoden, die bei der Beantwortung dieser Fragen helfen. Und er wird auch zeigen: ein Mensch muss nicht tot sein, um für Aas-Insekten interessant zu werden.

Jens Amendt hat an der Goethe-Universität und dem Forschungsinstitut Senckenberg in der Entomologie promoviert und ist außerplanmäßiger Professor am Fachbereich Biowissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2001 hat er am Institut für Rechtsmedizin den Arbeitsbereich Forensische Entomologie ins Leben gerufen und ist dort seither als Gutachter sowie in Forschung und Lehre aktiv.

Die Teilnahme an dem Vortrag kostet 6,50 Euro regulär, 3,50 Euro ermäßigt. Studierende mit dem Osnabrücker Kultursemesterticket haben freien Eintritt. Der Eintritt in das Museum ist im Preis inbegriffen, die Ausstellungen sind bis zum Beginn des Vortrages geöffnet. Um vorherige Anmeldung per E-Mail an info@museum-am-schoelerberg.de oder telefonisch unter 0541 323-7000 wird gebeten.