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Museum am Schölerberg

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Fotoausstellung 09.01. bis 28.04.2019

Wenn der Ozean saurer wird!

Von der Arktis bis in die Tropen verändert Ozeanversauerung das Leben im Meer. Was das bedeutet und was passiert, wenn der Ozean saurer wird, das untersucht der deutsche Forschungsverbund BIOACID.

In der Ausstellung „Ozeanversauerung - Das andere Kohlendioxid-Problem“ mit Aufnahmen der beiden Naturfotografen Solvin Zankl und Nick Cobbing zeigt der Verbund, wie seine Mitglieder den Wandel der Ozeane und die Folgen für Ökosysteme, Gesellschaft und Wirtschaft untersuchen.

Zankl und Cobbing veranschaulichen die Forschungsarbeiten in eindrucksvollen Aufnahmen – von Kleinstorganismen unterm Foto-Mikroskop bis hin zu unwirklichen Forschungsstationen in der eisigen Kälte Spitzbergens.

Zur Eröffnung am Dienstag, 8. Januar, um 19.30 Uhr berichtet Dr. Lennart Bach vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel in einem Vortrag von der Entstehung, Konsequenzen und möglichen Lösungen der Ozeanversauerung. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

Korallenriff in Raja Ampat (Indonesien). Tropische Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung zwei Drittel ihres Zooplanktons – Kleinstorganismen, die eine wichtige Nahrungsquelle für Fische und Korallen darstellen. Foto: Solvin Zankl

Warum der Ozean saurer wird

Dass Kohlendioxid (CO2) die Hauptursache für den menschengemachten Klimawandel ist, ist allseits bekannt. Weltweit gelangt immer mehr CO2 in die Atmosphäre. Die Folge: Das Erdklima erwärmt sich. Als „böser kleiner Bruder der Erwärmung“ gilt die Ozeanversauerung. Der Ozean nimmt etwa 30 Prozent des Kohlendioxids auf, das Menschen jedes Jahr freisetzen. Dieser unbezahlbare Service mildert die globale Erwärmung. Aber das Treibhausgas verursacht im Wasser eine folgenreiche chemische Reaktion: Das Meer wird saurer.

Dem Ozeanwandel auf der Spur

Der Forschungsverbund BIOACID untersuchte von 2009 bis 2017, wie das Leben im Meer auf Ozeanversauerung reagiert. An dem Projekt, das am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordiniert wurde, beteiligten sich mehr als 250 Forscherinnen und Forscher verschiedener meereswissenschaftlicher Disziplinen aus 20 deutschen Instituten.

Der britische Fotograf Nick Cobbing begleitete 2010 ein Freiland-Experiment zur Ozeanversauerung in Spitzbergen. In sogenannten KOSMOS-Mesokosmen, schwimmenden „Riesen-Reagenzgläsern“, simulierten Forscher einen Versauerungs-Grad, der in den kommenden Jahrzehnten eintreten könnte. Nick Cobbings Bilder erzählen von einem besonderen Einsatz in der weiten, noch immer unberührt wirkenden arktischen Landschaft.

Um die Auswirkungen der Ozeanversauerung zu untersuchen, setzen Forscher unter anderem sogenannte KOSMOS-Mesokosmen, „Riesen-Reagenzgläser“, ein. Foto: Solvin Zankl
Flügelschnecken zählen zu den empfindlichsten Plankton-Arten und könnten mit dem erhöhten Säuregrad des Ozeans überfordert sein. Foto: Solvin Zankl

Solvin Zankl, international renommierter Naturfotograf aus Kiel, eröffnet in seinen Beiträgen zur Ausstellung einen faszinierenden Einblick in die Welt des Planktons. Mit seinem Foto-Mikroskop setzt er Plankton-Organismen in Szene, die mit bloßem Auge kaum auszumachen sind. Außerdem besuchte er auf Expeditionen mit Deutschlands einzigem bemannten Forschungstauchboot JAGO Kaltwasserkorallen vor der norwegischen Küste und fing das prallbunte Leben tropischer Korallenriffe ein.

Weitere Informationen zur Ausstellung

QR-Codes führen Besucher der Ausstellung per Smartphone zu Bildbeschreibungen und einfach verständlichen Hintergrundinformationen in einer internetbasierten Web App. Weitere umfangreiche Hintergrundinformationen unter: www.ozeanversauerung.de

Öffnungszeiten und Preise

Der Eintritt zur Sonderausstellung ist im Ticket für das Museum und das Planetarium enthalten. Die Ausstellung kann grundsätzlich zu den regulären Öffnungszeiten des Museums besucht werden. 

Zu den Öffnungszeiten und Eintrittspreisen

Achtung! An folgenden Terminen ist die Ausstellung nicht zugänglich. 

Wochentag Datum Uhrzeit Start Uhrzeit Ende
Freitag 15.02.2019 16:00 18:00
Samstag 16.02.2019 14:00 16:00
Dienstag 12.03.2019 12:00 20:00
Mittwoch 13.03.2019 17:00 20:00
Samstag 16.03.2019 14:00 18:00
Dienstag 19.03.2019 09:00 12:00
Mittwoch 20.03.2019 09:00 13:30
Freitag 29.03.2019 09:00 13:30
Dienstag 16.04.2019 09:00 15:00
Donnerstag 18.04.2019 09:00 15:00
Dienstag 23.04.2019 09:00 15:00
Donnerstag 25.04.2019 09:00 15:00
Freitag 26.04.2019 09:00 15:00
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