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Museum am Schölerberg

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Fotoausstellung 16.01. bis 29.03.2020

Die kleinsten Schönheiten des Meeres in 3D

Für das menschliche Auge unsichtbare Einzeller beherbergen die größte Artenvielfalt auf unserer Erde. Im Mikroskop kann man ihre Formenvielfalt erahnen. Allerdings haben viele Einzeller einen komplizierten Zellaufbau, der nur bei räumlicher Darstellung verständlich wird.

Das Museum am Schölerberg zeigt ab dem 16. Januar eine Fotoausstellung, die die Formenvielfalt, aber auch die überraschende Schönheit von Einzellern aus dem Meer in dreidimensionalen Bildern zeigt.

Das hier gezeigte Kreispräparat (Durchmesser etwa 1,35 mm) zeigt 145 Diatomeen-Formen ohne 3D-Effekt. Es wurde von Eberhard Raap nach Auslesen von marinen Sedimentproben hergestellt und dauerhaft fixiert. Foto: Heribert Cypionka

Entstanden ist die Ausstellung dank der leidenschaftlichen Arbeit des Mikrobiologen Prof. Dr. Heribert Cypionka und Dipl.-Ingenieurs Eberhard Raap. Sie stellen in der Ausstellung drei Gruppen von einzelligen Meeresbewohnern vor: Kieselalgen, Strahlentierchen und Kammerlinge – ausgelesen aus Wasser-, Strand- und Sedimentproben aus aller Welt, einige davon viele Millionen Jahre alt. Das Besondere: Man sieht die Winzlinge aufgrund einer speziellen Darstellungsmethode (Anaglyphentechnik) durch spezielle Brillen räumlich.

Vom Stapelbild zur 3D-Darstellung

Die meisten Objekte der Ausstellung sind gerade einmal 0,05 Millimeter oder 50 Mikrometer groß, etwa so groß wie der Durchmesser eines menschlichen Haars und viel kleiner als ein Stecknadelkopf. Eberhard Raap hat viele der Einzeller ‒ oft mit Hilfe eines einzelnen Haars ‒ zu kunstvollen mikroskopischen Kreispräparaten zusammenlegt und fixiert, manche davon mit mehr als 140 Objekten auf einem Durchmesser von weniger als 1,5 Millimetern.

Heribert Cypionka hat das kostenlos verfügbare Bildbearbeitungsprogramm PICOLAY entwickelt, das aus Schichtbildserien 3D-Bilder erstellt. Die Bilder der Ausstellung beruhen auf Bilderstapeln mit je 30 bis 100 Bildern, aufgenommen im Abstand von wenigen Mikrometern. Die Software errechnet dann ein einziges scharfes Bild und die räumliche Struktur der Objekte, die schließlich dreidimensional dargestellt werden kann. Die Bilder eröffnen den Betrachtenden eine Welt voller filigraner und bizarrer Organismen.

Radiolarien oder Strahlentierchen

Radiolarien oder Strahlentierchen sind einzellige Lebewesen mit einem Endoskelett aus Silikat, ähnlich wie Glas. Sie sind circa 50 Mikrometer groß und schützen sich gegen Fressfeinde mit ihrer stacheligen und spitzen Struktur. Das hier gezeigte fossile Strahlentierchen (Anthocyrtis grossularia) ist 40 Millionen Jahre alt und stammt von der Insel Barbados. Foto: Eberhard Raap

Foraminiferen oder Kammerlinge

Foraminiferen sind gehäusetragende Einzeller. Man kennt mehr als 10 000 rezente Arten und noch mehr fossile. Wie die Radiolarien machen sie keine Photosynthese, sondern ernähren sich von organischer Substanz, und man findet sie fast ausschließlich im Meer. Globigerina sp.- ist die häufigste planktische Foraminifere (Kammerling) im Ozean. Mittels der 3D-Brillen lässt sich in der Ausstellung plastisch in die Mundöffnung hineinschauen. Foto: Eberhard Raap

 

Den Ausstellungsmachern geht es weniger um taxonomische Genauigkeit und systematische Vollständigkeit. Vielmehr möchten sie zeigen, wie schön und vielfältig die Formen der Mikroorganismen und ihrer fossilen Reste sind. Die Besucher erwartet eine Vielfalt von Organismen mit filigranen und bizarren Formen, die durch die stereoskopische Darstellung plastisch wahrgenommen werden können.

Zum Ausstellungskatalog

Öffnungszeiten und Preise

Laufzeit: 16. Januar bis 29. März 2020

Der Eintritt zur Sonderausstellung ist im Ticket für das Museum und das Planetarium enthalten. Die Ausstellung kann grundsätzlich zu den regulären Öffnungszeiten des Museums besucht werden. 

Zu den Öffnungszeiten und Eintrittspreisen

ACHTUNG!
Aufgrund einer Veranstaltung im Tagungsraum des Museums am Schölerberg ist die Ausstellung "Die kleinsten Schönheiten des Meeres in 3D" vom 23.01. bis zum 28.01. sowie am 30. und 31.01. bis 15 Uhr nicht zugänglich.

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